Street Food Congress 09. und 10. Januar 2018

19. 12. 2017 - Gibt es Zufälle im Leben oder erfolgt alles aufgrund strategischer Planung? Warum fand der erste Street Food Kongress parallel zur BoE 2017 im Kongresszentrum Westfalenhallen statt? Und war es Zufall, dass Ulf Tassilo Münch, Gründer der Streetfood Gilde Deutschland, zwischen all den Messeständen auf der BoE 2017 ausgerechnet den Weg zu uns auf den Messestand von Catering Guides fand? Begleitet von einem doppelten Espresso fing unser Gespräch über Streetfood an. Und mir wurde schnell klar, dass mir da ein Mann gegenüber stand, der Qualität in die Branche bringen möchte.

Streetfood ist eine Lebensphilosophie. Wer sich in der Branche bewegt, macht das nicht um das große Geld zu verdienen, sondern aus Überzeugung. Und dennoch gibt es auch hier schwarze Schafe und unseriöse Anbieter, denn wer einen Foodtruck betreiben möchte, benötigt lediglich einen Gewerbeschein und ein Gesundheitszeugnis und schon kann es los gehen. Aber was sagt das schon über die Qualität aus? Können wir jedem Streetfood-Artisten trauen was Qualität und Zuverlässigkeit betrifft, nur weil uns die Branche aktuell lehrt, dass Streetfood-Artisten aus eigener Überzeugung heraus hinter dem Herd stehen? 

Ulf Tassilo Münch macht sich viele Gedanken über die Branche. „Schlechtes Essen empfinde ich als Beleidigung an den Gast“. Der in Japan als einziger Europäer doppelt zertifizierte Nudelmeister ist auch als Unternehmensberater in der Gastronomie bekannt und selber ein Streetfood-Artist. Seine Spezialität heißt Dim Sum und hebt sich so schon von hause aus von der Vielzahl von Anbietern aus den Bereichen Burger & Co. ab. 

Die erste Idee für die Gründung einer Streetfood Gilde entstand beim Street Food Congress in Manila 2015. Es war ihm, trotz aller Begeisterung, von Anfang an wichtig, keine voreiligen Entscheidungen zu treffen. So holte er sich einen wichtigen Partner an seine Seite, die Street Food Gilde aus England, die mit ihren Werten zu seiner Philosophie passte. Selbstverständlich bedeutet die Gründung der deutschen Street Food Guilde nicht, dass man sich dieser anschließen muss, um seinen eigenen Qualitätsanspruch deutlich zu machen. Qualität hat in erster Linie etwas mit eigenen Werten und innerer Überzeugung zu tun. Die Mitgliedschaft ist aber ein Garant für Qualität, denn aufgenommen wird hier nicht jeder. Bei gutem Streetfood geht es um den richtigen und ehrlichen Umgang mit Lebensmitteln, um Leidenschaft und um Zuverlässigkeit dem Kunden gegenüber. 

Dass die vielen Streetfood Festivals helfen, den Besuchern das Bewusstsein für gutes Essen nahe zu bringen, ist keine Neuigkeit mehr. „Mit den Festivals können wir jedes Wochenende ca. 400.000 Menschen erreichen. Und diese Chance müssen wir nutzen“, so Münch. Er gibt aber auch zu bedenken, dass das Streedfood eher als zweites Standbein taugt. „Es ist ein Trugschluss zu glauben, dass man mit Streetfood reich werden könnte. Vielmehr hat man durch das Streetfood die Chance, raus zu gehen auf die Straße und zu verstehen, was der Konsument von morgen möchte. Und das ist ehrliches und gutes Essen, daran müssen wir arbeiten.“ 

Und genau das tut die Branche, indem sie sich zusammen tut und über wichtige Themen wie Konzepte, Vermarktung aber auch Hygiene diskutiert. Somit lädt Ulf Tassilo Münch zum 2. Streetfood Congress ein, der parallel zur BoE 2018 am 09. und 10. Januar 2018 im Kongresszentrum Westfalenhallen Dortmund stattfindet. 

Alle Informationen zum Street Food Congress und dem Vortragsprogramm finden Sie unter http://www.boe-messe.de/programm/street-food-congress-2018.html 







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